Palästina/Nahost-Initiative Heidelberg

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Palästina/Nahost-Initiative Heidelberg

Die Palästina/Nahost-Initiative stellt sich vor

Einladung

Einleitung mit einem Film von Babette Herchenröder:
„Von diesem Tag an hörte ich auf, eine Zionistin zu sein“
(38 Min. - Selbstporträt von vier jüdischen Friedensaktivistinnen)

Mittwoch, 27. April 2016 – 19:30 Uhr
im Welthaus Heidelberg, Willy-Brandt-Platz 5 (Hauptbahnhof)


www.pal-ini-hd.de
Treffen an jedem 2. und 4. Donnerstag im Monat im WeltHaus HD, 20 Uhr;
Stammtisch an jedem 1. Mittwoch im Monat im Löwenkeller, Rohrbacher Str. 92, ab 20 Uhr.

Einladung als PDF

 

„Free-Gaza-Flotille II – ‚Stay human‘
Der Gaza Solidaritäts-Schiffskonvoy 2011

Am 31. Mai 2010 endete der erste Versuch, die von Israel völkerrechtswidrig über den Gazastreifen verhängte Seeblockade mit einem Hilfskonvoy aus sechs, mit Hilfsgütern beladenen Schiffen zu durchbrechen, mit der gewaltsamen Enterung der Schiffe durch die israelische Marine in internationalen Gewässern. Bei diesem Piratenakt wurden auf der Mavi Marmara – dem größten Schiff der Flottille –neun Aktivisten getötet und viele weitere verletzt.

Ende Juni 2011 sollte ein zweiter Hilfskonvoy nach  Gaza aufbrechen, organisiert von einer Koalition aus 22 Hilfsorganisation aus zahlreichen europäischen, amerikanischen und asiatischen Ländern.
Der Name der Flotille wurde im Gedenken an Vittorio Arrigoni gewählt, dem italienischen Reporter und Aktivisten, der unter ungeklärten Umständen im April 2011 in Gaza getötet wurde. Sein Wahlspruch lautete "Stay Human" – “Mensch bleiben”.

Ursprünglich sollten 10 Schiffe mit 1000 Aktivisten nach Gaza fahren. Einige Schiffe fielen jedoch schon früh durch Sabotage aus. Weitere Sabotage-Akte folgten in den Häfen, wo sich die Aktivisten sammelten. Auf Druck Israels, der USA, Deutschlands und anderer EU-Staaten untersagte Griechenland das Auslaufen der Schiffe. Versuche das Verbot zu durchbrechen wurden von der Küstenwache vereitelt. Der Hilfskonvoy scheiterte somit an der mächtigen Allianz der Unterstützer Israels und seiner Politik gegen die Palästinenser, sorgte jedoch erneut für weltweites Aufsehen und Empörung.

Weitere Infos:

An Bord der Stefano Chiarini

Die Palästina/Nahost - Initiative Heidelberg unterstützte die Gaza Flottille II aktiv. Ihr Mitglied Friedbert Boxberger war an Bord der Stefano Chiarini, auf welchem sich neben der deutschen Aktivistengruppe (Deutsche Initiative zum Bruch der Gaza Blockade) Gruppen aus Holland, Italien, Bosnien, Malaysia, Österreich und der Schweiz sowie einzelne Personen aus Dänemark, Russland (eine Reporterin) und Kuba (ein Reporter) befanden.

Aus den Email-Mitteilungen von Friedbert Boxberger
an uns entstand ein Kurztagebuch

Mit ihm an Bord war auch Gerald Oberansmayr, Aktivist der Solidarwerkstatt in Graz. Auch dieser führte ein Tagebuch über seine Eindrücke

Gerüchteküche und verzerrte Zitate im Neuen Deutschland

Für großen Unmut sorgte ein Artikel des Journalisten Martin Lejeune, der mit an Bord der Stefano Chiarini war, in der Tageszeitung Neuen Deutschland (ND) in dem u.a. auch Äußerungen von Friedbert Boxberger völlig verzerrt wiedergegeben wurden. Der mitreisende ND-Korrespondent hatte in seinem Artikel den möglichen Ausstieg friedfertiger Teilnehmer aufgrund von Gerüchten über die Beteiligung gewaltbereiter Araber geschildert. Diese wollten angeblich »von Akaba aus nach Gaza auslaufen«, was mit Blick auf die Landkarte keinen Sinn ergibt und nach Meinung der »Free Gaza«-Aktivisten schon viel über die Qualität des Gerüchts aussagt.

Der Brief der deutschen Teilnehmer an die ND-Redaktion wurde von dieser ignoriert. Nur die junge Welt brachte die Richtigstellung der Behauptungen, die von pro-israelischen Medien genüsslich ausgeschlachtet wurden und auch für einigen Wirbel in der Solidaritätsbewegung sorgten.
André Scheer schrieb darüber in der Wochenendbeilage der jW vom in 2. Juli 2011: Der Schwarze Kanal: Alles Antisemiten